Pale Ale, Stout, was ist das?

Craft Beer Teil 2

Wie versprochen gebe ich dir heute einen kleinen Überblick über die wichtigsten Bierstile in der Craft Beer Welt. Namen wie Indian Pale Ale, Imperial Stout, Wit Biere, Barley Wine, Porter klingen im ersten Moment interessant doch was verbirgt sich dahinter was ist der Unterschied, das werde ich dir hier erläutern.

Fangen wir doch mit dem Pale Ale an, ein obergäriges Bier. Im 18 Jahrhundert in England erstmals gebraut und damals untypisch, aufgrund seiner Helligkeit im Vergleich zum Porter, erfreute es sich jedoch schnell wachsender Beliebtheit unter den englischen Biertrinkern. Die Farbe des Bieres reicht von goldig bis hin zu rötlichem Bernstein. Geschmacklich unterscheidet man zwischen Englischen und Amerikanischen Ales, während die Englischen eher süßer sind haben es die Amerikaner anscheinend eher hopfiger und blumiger lieber, uns soll es recht sein.
Alkoholgehalt liegt ca. bei 4 – 6% Vol.

Über das Pale Ale kommen wir gleich zu dem India Pale Ale besser bekannt vielleicht als IPA, dieses Bier verdankt eigentlich seiner Entstehung dem britischen Kolonialismus des 18 Jahrhunderts. Die Engländer machten sich gerade in Indien breit doch fehlte es der dortigen Truppe an Bier. Der Seeweg über das Kap in Südafrika war ein langer und beschwerlicher, was nicht nur manche Matrosen nicht mitmachten sondern auch das damalige Bier nicht. Um dennoch die Truppen zu versorgen wurde das India Pale Ale, also ein Pale Ale für Indien, geschaffen. Ein helles Starkbier mit einer gehörigen Portion Hopfen und Bitterkeit. Es gibt eine riesige Auswahl von IPAs am Markt, durch die enorme Anzahl verschiedener Aromahopfen kann man sich nach Lust und Laune sein India Pale Ale aussuchen. Maracuja, Litschi, Fichte, Zitrus um nur ein paar mögliche Aromen aufzuzählen.
Alkoholgehalt richtet sich beim IPA sehr stark danach ob es sich um ein Englisches (ca. 4 – 6% Vol.), ein Amerikanische (ca. 5,5 – 7,5% Vol.) oder ein Double IPA/ Imperial IPA (ca. 7 – 14% Vol.) handelt.

Wir kommen nun zu dem Stout oder auch Porter genannt, ein obergäriges Bier mit einem kräftigen Röstaroma und einer fast schon Schwarzen Farbe. Bei einem Stout dominiert der Malzgeschmack und die süßlichen Röstaromen. Auch bei den Stouts gibt es Unterschiede, zum einen Chocolate/ Coffee Stout. Wie es der Name schon erahnen lässt sind es Biere bei deren Herstellung entweder Chocolate und/oder Kaffee verwendet wurde. Sei es durch spezielles Malz oder direkt durch die Zugabe von Kakao oder Kaffee.
Das Irish Stout, welches zu den leichteren Stout zählt hat weniger Kohlensäure und einen cremigen Schaum aber trotzdem die typischen Aromen.
Weiters gibt es noch das Milk Stout, ein Bier dem Milchzucker zugesetzt wird und deshalb eher süßlicher schmeckt.
Das nächste habe ich persönlich noch nicht getrunken, ist das Oatmeal Stout ein Stout wo beim Brauvorgang Hafer mit dem Malz zugegeben wird aber nur in kleiner Menge so sagt man.
Der Alkoholgehalt, genau wie beim IPA, richtet sich nach dem jeweiligen Stoutstil und liegt ca. bei 2,5 – 10% Vol.

Gerade im Winter beliebt ist der Barley Wine, ja Wein ist aber ein Bier. Hat seinen Ursprung Mitte des 18 Jahrhunderts in England, Konflikte mit Frankreich gab es viele, und Weine wurden aus Nationalstolz nicht getrunken. So kam man auf die Idee etwas Ähnliches zu produzieren, quasi eine Version des englischen Weines. Im Grunde genommen ein starkes Pale Ale mit fruchtigem Wein ähnlichem Geschmack ab ca. 7% Vol. bis hin zu ca. 14% Vol. mit wenig Kohlensäure.

Zum Abschluss die WIT Biere, belgische Spezialitäten die ihre Anfänge im Mittelalter hatten und bis heute fortgeführt werden. Typische Vertreter sind weiße (=WIT), trübe Weizenbiere denen beim Brauen manchmal auch Gewürze und/oder Schalen von Orangen hinzugefügt werden.
Der Alkoholgehalt liegt zwischen 4 – 7% Vol.

Natürlich gibt es, neben den hier aufgelisteten Bierstilen, noch jede Menge andere, was aber den Rahmen sprengen würden. Das ist ein Überblick über die wichtigsten Craft Beer Stile und sollen dir einen guten Überblick verschaffen.
Dank der Kreativität der Brauer, die Bierrezepte immer wieder neu Interpretieren und mit verschiedenen Hopfen-, Malz-, Gerste- und Hefesorten experimentieren, ist weiterhin für neuen Naschub gesorgt.
Wie heißt es so schön: Hopfen und Malz Gott erhalt`s!
Dem ist nichts hinzu zufügen, danke fürs Lesen und bis bald.

Cheers, euer Hippo

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